Wanderung Arrisrieder Moos

Bei der Tour Alb meets Allgäu führte der Moorlotse Ulli mit vielen Erklärungen durch das Arrisrieder Moos bei Kißlegg.

Alle Blaubeurer Naturschutzverbände waren zahlreich vertreten: Naturfreunde, BUND und natürlich der Albverein mit  insgesamt 30 interessierten Teilnehmern.

Moore als Kohlenstoffspeicher sind eine wichtige Unterstützung beim Kampf gegen die zunehmende Erd-Erwärmung, denn  Moore speichern mehr Kohlenstoff als Wälder.
Früher wurden zur Landgewinnung viele Moore trockengelegt – jedoch setzen entwässerte Moore viel CO₂ frei durch Oxidation des Torfs. Die Wiedervernässung stoppt diese Emissionen, durch das Anheben des Wasserstands wird die Zersetzung des Torfs gestoppt und der Kohlenstoff bleibt gebunden.

Nicht nur um Wiedervernässung ging es bei Ullis Einlassungen — er streifte auch die Entstehungsgeschichte des Mooses, der Toteislöcher, die Kißlegger SAV- und BUND-AKtivitäten  und erzählte vom Biber, der die jahrelange Planung viele Ingenieure in einer Nacht erledigte und dann auch gleich noch in die Praxis umsetzte  und einen See anlegte.

Die etwa 5 km lange Wanderung über Holzbohlen und federnden Moorboden wurde am Ende belohnt durch Kaffee und sehr leckeren Kuchen  im Gleisneun in Kißlegg — der Bahnhof Blaubeuren könnte sich da eventuell etwas abschauen 😉 .

Vielen Dank an alle Teilnehmer und natürlich auch an unseren Lotsen Ulli, der mit viel Wissen und gewohnt eloquent durch das Moos führte.

Mit dem Biobauern durch die Felder

19 interessierte Albvereinler, Naturfreunde und NaBu-Mitglieder zogen mit Jo Schneider durch die Felder um Seißen.

Viele Fragen kamen auf — der Unterschied zwischen Dinkel und Weizen, warum Emmer und Einkorn nicht angebaut werden vom Biohof Schneider, wieso es für die Hirse dieses Jahr ein schwieriges Jahr ist, weshalb die Wildschweine nicht in den Grannen-Weizen gehen, ob dichte oder lockere Roggenreihen besser stehen, was überhaupt wächst bei der Trockenheit und dem kargen Boden auf der Alb, was hacken und striegeln bringt, wie tief die Wurzeln der Luzerne reichen, wofür der Fruchtwechsel gut ist und warum die Linse mit Leindotter in Gemeinschaft angebaut wird…all dies und noch viel mehr wurde von Jo ausführlich und fachmännisch erklärt.

Weil gar so grosses Interesse war und die Fragen überhaupt kein Ende nahmen, musste die Wanderung sogar leicht verkürzt werden, um rechtzeitig für  Kaffee und Kuchen die Zehntscheuer zu erreichen.

Spitze gemacht von Jo, echt Reschpekt wie er das durchgezogen hat — alle waren voll begeistert!!

OG Berghülen veranstaltet Streuobstwiesenwanderung des DonauBlauGaus

Herrlichster Sonnenschein, frühsommerliche Temperaturen sowie Wanderführer Heinz Frank und Obstbaumwart Werner Schöll begrüssten 35 Wanderer aus dem ganzen DonauBlauGau zur letzten Veranstaltung dieser beliebten Reihe. Berghülen als das Dorf mit den meisten Streuobstwiesen auf der Kuppenalb erwies sich als sehr geeigneter Ort für diese Tour. Vorbei an zahllosen, fast schon blühenden Obstbäumen konnten die Interessierten vom hervorragenden Fachwissen von Werner Schöll profitieren — es ging um Vorteile alter Sorten, Trockenresistenzen, Sonnenbrand, Mistelbefall, Pflege, Schädlingsbefall und vieles mehr. Sicher geführt von Heinz Frank wurde auf der Hälfte der Strecke die private Obstbaumwiese von Werner Schöll erreicht — natürlich perfekt gepflegte Bäume uuund — grosse Überraschung: eine Hütte mit Aussensitzmöglichkeiten und Apfelsaft, Apfelmost, Apfelschorle sowie einer kleinen Stärkung aus Wasserwecken, Griebenschmalz, Leberwurst und Emmentaler. LECKER!!! Eine tolle Idee wie alle befanden! Allzubald musste schon aufgebrochen werden — ein Vorführschnitt von Werner Schöll zeigte, wie leicht sich ein Obstbaumfachwart mit dem richtigen Schnitt tut — und so Mancher dachte heimlich, wie schwer das anfangs für den Laien ist…Und schon endete der schöne und lehrreiche Nachmittag in Hegers Brennerei bei Dinette und so manchem geistvollen Getränk. Eine tolle Abschlußveranstaltung der OG Berghülen, grosser Dank an Heinz Frank und Werner Schöll, ihr wart spitze!!

Unterwegs auf dem Löwenpfad – der Filstalgucker

Blauer Himmel täuschte ein bißchen über den eiskalten Ostwind hinweg – doch das hielt 7 Wanderer aus Seißen und Blaubeuren nicht ab von der Wandertour über dem Filstal. Über Kahlenstein, Geiselstein und Tirolerfels mit herrlichen Ausblicken und bunter Frühlingsblütenpracht erreichte die Gruppe das Ostlandkreuz auf der Schildwacht. Beeindruckend der Tiefblick hinab nach Geislingen ebenso wie der Weitblick nach Norden zum Hohenstaufen! Im gut besuchten Geiselsteinhaus hatten wir Glück — jeder erwischte  noch etwas zum Essen, den letzten Wurstsalat, den letzten Kuchen, die letzte Sulz — grad lustig wars. Nach gut 8 km ging wiedermal ein ausgefüllter und gelungener  Wandernachmittag zu Ende. Danke an die Wanderführerin Roswitha für die schöne Tour.

Kreuz- und Querwanderung Donau-Blau-Gau am 30.03.25

OG Blaubeuren und OG Seißen veranstalteten gemeinsam die Frühjahrs-Kreuz- und Querwanderung des Donau-Blau-Gaus. Über 50 Teilnehmer, gleichmässig verteilt auf beide angebotenen Strecken, folgten der Einladung.

Die von der OG Seißen geführte grosse Tour startete pünktlich bei schönstem blauen Himmel am Bahnhof Blaubeuren, führte hinauf übers Felsenlabyrinth zur Günzelburg, vorbei  an Schinderhüle und Bettelbuche und über den Rabensteig hinab ins Tiefental. Einige schon fast verblühte Märzenbecher, Bergtäschelkraut, Seidelbast und viel weißer und roter Lerchensporn säumten den Weg —  gelbes Felsenblümchen leuchtete von den Jurafelsen. In Weiler wurde die Bundesstraße gequert und an der Friedenslinde beim Kriegerdenkmal wartete schon die Gruppe der kürzeren Tour, geführt von der OG Blaubeuren. Nach einer kurzen gemeinsamen Rast und einer kleinen Süssigkeiten-Stärkung wurde der Schlußanstieg hinauf zum Schillerstein unter die Wanderschuhe genommen. Nach der Durchquerung des Friedwalds kam dann auch schon das ersehnte Ziel in Sicht – die Waldgaststätte Schillerstein wartete auf mit Kaffee, Kuchen und leckerem Vesper. Wiedermal eine gelungene Veranstaltung des Donau-Blau-Gaus, Dank gilt allen Teilnehmern und den veranstaltenden Ortsgruppen Blaubeuren und Seißen.

Märzenbecherwanderung bei Sotzenhausen

Traditionsgemäß zusammen mit der OG Berghülen lud ein fast frühsommerliches Prachtwetter ein zur  Märzenbecherwanderung. Die OG Seißen fühlte sich mengenmäßig ziemlich gut aufgestellt für den anschließend in der Zehntscheuer geplanten Kaffee mit den vorbereiteten viereinhalb Kuchen….und rieb sich dann schwer die Augen, als sie am Parkplatz beim Hundesportverein eintraf — Auto über Auto, voll beladen mit fröhlich bunt gekleideten Wanderern. Nicht nur, dass die OG Berghülen mit 30 strammen Wanderern bereits wartete, nein auch die OG Sontheim wollte genau diese Strecke mit vielen Teilnehmern laufen. Also machten wir uns zu sechundvierzigst auf, die Märzenbecher zu bestaunen. Und wie sie blühten — die Mühen des Aufstieges durch das Schmähental zum Hochsträß hinauf wurden reich belohnt — alle Hänge zeigten ein wahres Meer an blühenden Märzenbechern. Nach einer kurzen, schon zur Tradition gehörenden Lektion zu den Inhaltsstoffen der Frühblüher (Galanthamin, ein Wirkstoff zur Erleichterung mancher Alzheimersymptome) ging es vollends hinauf zu einer süssen und auch mit etwas Schlehen- und Apfelbranntwein leichter verdaulich gemachten kurzen Rast.

Unterwegs gabs noch eine kurze Lehrstunde zu Schlauchpilzen am Beispiel des scharlachroten Kelchbercherlings. Schlauchpilze sind eine uralte Art maritimen Ursprungs, die sowohl Schad- als auch Nutzwirkung auf Mensch, Tier und Pflanzen hat. Beispiele sind der blaugrüne Schimmel auf Orangen, das Mutterkorn im Getreide oder auch der giftige schwarze Befall auf Mais und Esskastanien, die vom Schlauchpilz synthetisiert werden. Ebenso kann der Pilz Lungenentzündungen auslösen. Als Nutzwirkung seien nur die Beispiele Penicillin und Cyclosporin genannt. Eine mehr nahrhafte Anwendung finden die Schlauchpilze in Backhefe, auf Camembert oder im Gorgonzola.

Die herrlichen Felsformationen des Höllentals begleiteten die Wanderer wieder hinunter ins Achtal und nach doch knapp ausreichendem Kuchen und Kaffee wurde ein ganz wunderbarer Wandertag bei viel Plauderei beendet. Ein herzliches Danke an alle Teilnehmer, die teils wieder bis vom bayerischen Ausland angereist waren, für die harmonische und fröhliche Atmosphäre den ganzen Nachmittag hindurch.