Frauenschuh und alte Kelten

Bei herrlichstem Wetter machen sich 9 Wanderer auf ins Warmtal, die dortige berühmte Frauenschuhblüte zu bewundern. Und wir werden nicht enttäuscht, glücklicherweise rechtzeitig die Hauptblütezeit erwischt, dürfen wir prächtig in Vollblüte stehenden Frauenschuh an viele lichten Waldstellen sehen. Beim Aufstieg zur alten Burg begleiten uns Immenblatt,  Akelei, und die ’schöne Frau‘ als sehr wirksamer Inhaltsstoff der Tollkirsche (Belladonna, Atropin). Die Plattform und der Wall  der Keltenburg von ca 600 a.D. lassen die Arbeit nur ahnen, die das Errichten damals gekostet hat. Interessant die Hintergründe zur  Sichtachsenverbindung zur Grossen und Kleinen Heuneburg. Auf den Lohrmannsbuckel mit seinem sehr mageren Kalkmergelboden und der daher rührenden sehr hohen Vielfalt an Orchideen und anderen seltenen Pflanzen  führt ein streng abgezäunter Weg durch das Naturschutzgebiet. Purpur-Orchidee, Brand-Orchidee, Fliegen-Ragwurz, Helmkraut, gerade erblühender gelber Enzian, Teufelskralle und viele Blümchen mehr lassen uns aus dem Fotografieren nicht mehr herauskommen.  Nach der Brotzeit geht es  weiter durch wellige, liebliche Hügellandschaft, Wald und Feld vorbei an herrlichen Blumenwiesen mit Skabiosen, Bocksbart, Esparsetten, Margeritten, mehrblütigen Glockenblumen, Ehrenpreis  um nur ein paar zu nennen — bunte Wiesen,  wie wir sie bei uns nur noch aus der Kindheit kennen. Nach ca. 11 km und 200 hm runden Kaffee, Eis  und Kuchen  auf der Terrasse des Gasthof Adler in Obermarchtal die harmonische Wanderung ab.

Orchideenwanderung: zu den Knabenkräutern bei Berneck

Tiefhängende Wolken, drohender Regen, kühl, aber trotzdem nehmen 8 Unerschrockene teil – das ist Einsatz :-). Und wir haben Glück: es regnet nicht, der Wurzelweg am Trauf entlang von der Schonterhöhe bis zur ehemaligen Burg Berneck  lässt sich gut laufen und die Knabenkräuter blühen lila, rosa und gelb im Übermass. Ausserdem jede Menge beinah blühende Türkenbundlilien, Salomonsiegel, ährige Teufelskralle und immer noch viele Schlüsselblumen. Trotz oder wegen der tiefhängenden Wolken beinahe dramatische Aus- und Einblicke ins Filstal, ein kurzer spiritueller Stop an der Buschelkapelle und schon dürfen wir die Belohnung für die 4 Wanderkilometer im urigen Gasthaus Berneck geniessen : Kirsch/Nusskuchen, extra für die OG Seissen gebacken. Wanderherz, was willst du mehr. Danke an alle wetterfesten Teilnehmer!

Pflanzentauschbörse

Zusammen mit dem BUND, dem Blauen Wunder eV Blaubeuren und den Landfrauen konnten wir zahlreiche grosse und kleine Besucher auf der Pflanzentauschbörse begrüssen. Es wurde fleissig geteilt, getauscht, getratscht und neue Kontakte geknüpft.  Und natürlich wurde  gebastelt: gebohrt, gemalt und gestanzt — Samenbollen mit dem Blauen Wunder, Nisthilfen mit dem Albverein und Schmetterlinge  mit dem BUND. Die leckeren Kuchen samt Bienenstich von den Backprofis der  Landfrauen und des Albvereins waren wie letztes Jahr in kürzester Zeit ausverkauft!

Vielen Dank an alle Besucher, Bäcker, Bastler, Aufbauer, Abbauer, Pflanzentauscher und Pflanzenteiler! War super! Nächstes Jahr wieder!

 

Die ideale Feldhecke — mit Herrn Stich

Auf der Suche nach der idealen Feldhecke unterwegs auf der Seissener Gemarkung. 27 Interessierte im Alter von 9 bis 95 fanden sich an einem frühsommerlichen Aprilsonntag am Wanderparkplatz Alte Linde ein. Mit  Herrn  Stich,  Naturschutzbeauftragter  für die Gebiete von Blaubeuren, Laichingen, Berghülen, Heroldstatt und Westerheim hatten wir den denkbar besten und kompetentesten Naturführer. Er erklärte den Unterschied zwischen Feldhecken und Feldgehölzen, konnte aufgrund seiner über 30 jährigen Tätigkeit in diesem Bereich auch über die Entstehungsgeschichte bestimmter Landschaftsmerkmale auf unserer Gemarkung berichten und uns nicht zuletzt eine von seiner Frau (als Lehrerin mit ihrer Schulklasse) vor vielen Jahren angelegte Hecke zeigen. Dieser Hecke wird die OG Seissen im nächsten Jahr eine Pflegemassnahme zukommen lassen, damit sie auch künftig das wertvolle Biotop bleibt, als das sie angelegt worden war. Die vielen Fragen der Teilnehmer konnten alle von Herrn Stich beantwortet werden und zeigten das hohe Interesse an dieser Thematik.

Kaffee und Kuchen in der Zehntscheuer rundeten die Führung ab. Vielen Dank noch einmal an Herrn Stich für die gelungene Veranstaltung!

Auf dem Premiumweg: HOCHGEFLOGEN

Kleine Gruppe, grosse Runde, edle Pferde, schönstes Wetter, weite Sicht, flotter Schritt:

5 Wanderer, ganz ohne gendern, aber zwischendurch genüssliches schlendern.

15 km, 330 hm,  Gestütshof St. Johann, Hohe Warte, Fohlenhof, Dettinger Höllenlöcher, Sonnenfels, Olgafels, Rossfeld, Grüner Fels, Eninger Weide.

 

Letzte Hilfe Kurs

Mut zum offenen Umgang mit Trauer und Tod –  Mut, Hilflosigkeit zuzugeben –  Mut, Hilfe anzunehmen – Mut, eigene Wünsche für den letzten Lebensweg zu durchdenken. All dies haben die 22 TeilnehmerInnen des Letzten Hilfe Kurses, durchgeführt vom Hospiz Donau-Schmiechtal gelernt und auch bewiesen! Zusätzlich gab es ganz praktische Beispiele, wie mit kleinen Handgriffen geholfen werden kann bei Erleichterung der Lagerung, Linderung von Schmerzen und Übelkeit oder Mundtrockenheit. Auch Administratives wie Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht kam nicht zu kurz.

Eine sehr gelungene Veranstaltung, ein Dankeschön an Brigitte und Karin vom Hospiz Donau-Schmiechtal und die vielen mutigen TeilnehmerInnen aus Seissen und Umgebung.

Märzenbecher und Kelchbecherlinge im Wolfstal

Durch den grün bemoosten engen  Schluchteingang ging es für 21 teils nicht mehr  ganz jugendliche Wanderer ins Wolfstal mit seinen tausenden, in voller Blüte stehenden Märzenbechern und einem Meer von Zinnoberroten Kelchbecherlingen. Das Alter des jüngsten Teilnehmers soll hier mal verschwiegen werden, doch der älteste Mitwanderer zählte stolze 93 Lenze und marschierte der Gruppe knapp 6 km flott voran! Respekt Günther!! Die Einkehr im Mochentaler Schlossstüble gestaltete sich kuschelig eng, da trotz des Wochentags auch andere Albvereinler die Blütenpracht im Wolfstal bewundert und bewandert hatten — doch keiner kam zu kurz und nach riesigen Kuchenstücken und Kaffee konnte hochzufrieden die Heimfahrt angetreten werden.

 

Durchs Böttinger Trockental und über die Hochfläche der Kohlplatte nach Mehrstetten

Gut dass die Wanderung erstmal im Tal begann, der Wind pfiff nämlich ganz anständig und die 20 Wanderer waren froh um etwas Windschutz. Die Lawinengefahr war an diesem Tag als GERING eingestuft und so konnte der Steilhang des  Mehrstetter Skilifts samt Skisprungschanze einigermassen gefahrlos gequert werden. Nach den 160 Höhenmetern Aufstieg zur Kohlplatte gab es erstmal ein paar Süssigkeiten zur Stärkung und damit konnte dann auch der Steilabstieg zurück ins Böttinger Tal bewältigt werden. Die anschließende Einkehr im Mehrstetter Lamm rundete einen strammen Wandernachmittag mit insgesamt knapp 12 km gekonnt ab.