Lichtstube in Küfermaurers Stadl

Singa und schwätza, Gschichtla und Gedichtla und die ledschda Bredla vom Chrischtdag 

Insgesamt 33 sangesfreudige Kehlen fanden sich ein zur Lichtstube in Küfermaurers Stadl. Die Musikanten der Blaubeurer Naturfreunde, 3 x Gitarre, 1 x Akkordeon plus mehrfach unterstützt von starker Naturfreunde-Stimme und angeleitet von Gerhard Schreiber, sowie die Laute von Hans Eckle spielten mitreißend und professionell Natur- und Wanderlieder. Und obwohl die beiden Gruppen noch nie zusammen musiziert hatten, hätte weder das Singen noch das Schwätzen harmonischer verlaufen können. Die Seissener Albvereinler freuten sich über die tolle Gelegenheit, endlich mal wieder singen zu können mit so eindrücklicher Begleitung.

Ein rundum gelungener Abend, der erst nach Mitternacht zu Ende ging und auf eine Wiederholung wartet!

Danke an die Musikanten und Sänger, an die Naturfreunde und die Albvereinler.

Unser Wildbienenprojekt erhält Umweltpreis 2023 des Alb-Donau-Kreises!

Die OG Seissen  hat für das in 2022 begonnene Wildbienenprojekt an der Mehrzweckhalle Seissen den Umweltpreis 2023 des Alb-Donau-Kreises gewonnen. Die Auszeichnung ist die höchste Wertungs-Kategorie: „Vorbildlich mit Auszeichnung“ und ist mit 700 € Preisgeld versehen. Nur 3 Projekte aus dem  ganzen ADK wurden in dieser höchsten Kategorie ausgezeichnet. Was wir natürlich cool finden 😊😊😊. Es haben insgesamt 12 tolle Projekte aus ca 200 eingesandten Bewerbungen eine Auszeichnung bekommen.

 

Schlehenwanderung: kurz aber gehaltvoll —————- 4 km – 4 Stationen

Zur sonnigfrostigen Jahresauftaktwanderung 2024 fanden sich 20 Wanderer an der Zehntscheuer ein. Von sehr weit kamen sie angereist — teils bis aus dem bayerischen Ausland bei Neu-Ulm, tief aus der Gerhauser Schlucht oder von den fernen Wennender oder Ascher Ebenen.  Das Motto der kurzen Runde waren die Schlehen — doch die sind zu dieser Jahreszeit ja  nur selten in natura zu finden. Aus diesem Grund fanden sich im Rucksack des Wanderführers etliche mehr oder weniger gehaltvolle Produkte, hergestellt aus  Schlehen, die im Jahr 2022 in Burkhardtsweiler gepflückt und in der freien Reichsstadt Kaufbeuren, Ost-Allgäu, verarbeitet worden waren. An 4 Bänkles-Stationen wurden Schlehensirup, Schlehenmarmelade, Schlehenlikör und Schlehengeist gekostet und für gut befunden. Und natürlich kam auch das Wissen nicht zu kurz:

Schlehe, Prunus spinosa, Steinobst aus der Familie der Rosengewächse, auch Schwarzdorn genannt, enthält viel Kalium, Magnesium, Eisen und Vitamin C und wird wegen der enthaltenen Gerb- und Bitterstoffe gern als austreibendes Mittel genutzt — blutreinigend, fiebersenkend, harntreibend. Der Frost macht die Schlehe geniessbar, indem er einen enzymatischen Prozess zum Abbau der Bitterstoffe induziert. Schon der Steinzeitmensch Ötzi und die Siedler in den Pfahlbauten am Bodensee trugen Schlehen bei sich, nicht nur zur Ernährung sondern auch die durchbohrten Kerne als Schmuck. Aus der Rinde wurde später Tinte gewonnen und sogar Hexen wurden in der Walpurgisnacht mit Schlehdornästen im Feuer vertrieben. Der Schlehdorn bietet Wildbienen im Frühjahr erste Nahrung durch seine prächtige weisse Blüte, dient vielen Faltern, Schmetterlingen und Vögeln als Futterquelle und sein dichtes Dornengebüsch bietet vielen Tieren Schutz und Zuflucht bei Brut oder Aufzucht der Jungtiere. Die Schlehe verbreitet sich durch Wurzelschößlinge —  vom Gärtner nicht sehr geliebt — wird aber  genau wegen dieser Eigenschaft in neuester Zeit  als Bodenverfestiger im Deichbau und zum Lawinenschutz ökologisch sehr sinnvoll eingesetzt!

Die kurze Wanderung endete gemütlich mit  Kaffee und Kuchen in der Zehntscheuer.

Spätherbstwanderung im Filstal

Vermutlich fürchteten viele Seissemer, dass die Spätherbstwanderung eher eine Frühwinterwanderung werden würde — und nahmen deshalb nicht ganz so zahlreich an diesem Ausflug teil. Sie sollten recht behalten! Sogar unten im Filstal lag etwas Schnee, die Wolken hingen tief und ein zugiger Wind machte die nasskalte, ungemütliche Wettermischung perfekt. So zogen  erstmal nur 3 Wanderer  los übers Dürrental  hinauf Richtung Nordalb, um dann im hinteren Dürrental wieder hinab und hinaus nach Süden unterhalb des Galgenbergs zurück nach  Deggingen zu laufen. Von dort ging es – immerhin trockenen Fusses –  direkt nach Bad Ditzenbach zu Kaffee und Kuchen. Und wie es der Zufall wollte, vermehrte sich hier die  Dreiergruppe spontan um eine bekannte Seissener Persönlichkeit, die in Bad Ditzenbach nicht nur zum Wandern weilte. So kehrten die Wanderer nun doch mit einer ganz anständigen Anzahl an Teilnehmern recht zufrieden von der  frühwinterlichen Spätherbstwanderung nach Seissen zurück.

Der Albverein macht Pralinen!

Vanilletrüffel, Kaffeelikörpralinen, Nougat-Pistazien-Mousse und Eierlikörsahnetrüffel — das waren die Kreationen von Florin und 11 Frauen, die sich an das Abenteuer Pralinenherstellung heranwagten. Nach kurzer Einweisung von Kursleiterin Martina, der Pralinen-Kreativ-Künstlerin,  ging es los mit schmelzen, lösen, mischen, rühren genau nach Rezeptur. Schnell lag verführerischer, warmer Schokoladenduft in der Luft! Die erkaltete Masse wurde sorgfältig — mehr oder weniger schnell je nach Temperament der Pralinenmacherin – in die ausgelegten verschieden geformten Hohlkörper gefüllt und mit den unterschiedlich gemusterten Schokodeckelchen versehen. Florin erwies sich als geduldigster Pralinendeckelaufbringer und verschloss mit Abstand die meisten der Schokokreationen — fast 3 Stunden lang — Respekt!!  Die süsse Ausbeute wurde am Ende gleichmässig auf alle Chocolatiers verteilt und man war  sich absolut einig, dass so ein Event dringend wiederholt werden muss. Danke Martina für diesen tollen Nachmittag!

 

Landschaftspflege Aktion Nr 3 am Rauhen Burren

Die Wettergöttin meinte es mal wieder gut — ein strahlender Spätherbsttag begrüsste 8 Helfer bei der 3. Pflegeaktion dieses Jahres am Rauhen Burren. Viele in die Breite gewachsene Wacholder mussten entnommen werden, um eine Schafbeweidung zu ermöglichen. Schafe beweiden Wacholderheiden nur dann richtig, wenn sie freie Fläche zum Ziehen haben.

War wiedermal eine gelungene Aktion, alle Helfer hatten ihren Spass und waren zufrieden ob der geleisteten Arbeit!

Anschließend gab es für alle Helfer eine Vesper in der Zehntscheuer – danke Andrea für die Vorbereitung!

 

Weitsicht und Tiefblick – Herbstwanderung am Trauf

Bei herrlichstem Wanderwetter machten sich 11 Wanderer auf in Richtung Ochsenwang – darunter 3 Teilnehmer vom südlichsten Ende des DonauBlauGaus — aus Illerrieden! Nach Ersteigung  des Breitensteins mit weiter Sicht zum Hohen Neuffen über die Teck bis zu den Kaiserbergen im Osten und Tiefblick nach Bissingen im Norden wurde der nächste Gipfel in Angriff genommen – der Auchtert. Blauer Himmel, buntes Laub und ein leichtes Lüftchen — genau so muss eine Herbstwanderung sein. Nächstes Ziel waren Randecker Maar, Salzmannstein und Ziegelhütte — wo so mancher aus der Gruppe gern schonmal eingekehrt wäre. Zur Hindenburghütte schlängelte sich ein schmaler Pfad durchs raschelnde Herbstlaub – und hier gab es dann endlich eine Brotzeit. Diese lag beim anschließenden Anstieg ganz schön schwer im Magen, doch der Blick von der Höhe übers Schopflocher Moor Richtung Ochsenwang versöhnte wieder. Über den Bohlensteg durchs Moor und weiter nach Norden war der Ausgangspunkt bald erreicht. Die Einkehr beim Herbstfest des Musikvereins Suppingen bei Schnitzel und Spätzle wurde genutzt um gleich mal eine Tour der OG Seissen im Illertal und geführt von den Illerriedenern auszumachen.

Natürlich waren wir nicht ganz alleine unterwegs, aber dass wir zweimal den Blaubeurer Albverein und einmal ein paar private Wanderer aus dem Blaubeurer Albverein trafen, war schon ein grosser Zufall und sorgte für fröhliches Hallooo!

 

Weinbergwanderung  mit der OG Berghülen im Remstal

Um 9:15 Uhr traf man sich in der Ortsmitte von Berghülen, am Brunnen. In Fahrgemeinschaften fuhr man ins Remstal, nach Korb. Von dort aus ging es zu Fuß durch die Weinberge, den Wanderweg zum Korber Kopf hinauf. Vom Kopf aus hatten wir eine tolle Aussicht über das Remstal. Anschließend ging es von dort durch den Wald hinab in den Weinort Hanweiler und anschließend wieder bergauf zum Hanweiler Sattel. Dann ging es zum Kleinheppacher Kopf und weiter zum Hörnleskopf. Hier hatten wir Sicht in Richtung Stuttgart, auf Waiblingen, Winnenden und vielen kleinen Ortschaften im Remstal. Nach rund vier Stunden kamen wir wieder bei unseren Autos an und fuhren von dort zurück auf die Alb. In Hohenstadt machten wir halt um im dortigen Gasthaus Sonne einzukehren.

Wanderstrecke:      13 km                            Wanderzeit:           ca. 4 Std.

Teilnehmer :            10 Erwachsene aus Seissen und Berghülen

Wetter:                      herbstlich, sonnig

Streuobstveranstaltung DBG: Burkhardt Säfte Machtolsheim

Im Rahmen der Streuobstaktivitäten des DonauBlauGaus organisierte die OG Machtolsheim eine Firmenführung bei Burkhardt-Säfte. Die Obergrenze von 40 Plätzen war wenige Tage nach Öffnung der Anmeldung bereits erreicht, was zum Anlass genommen wurde, auch nächstes Jahr diese Veranstaltung einzuplanen.

Nach Begrüssung und Erteilung allgemeiner Verhaltensregeln erfolgte erstmal die Einkleidung – Warnweste und Kappe. Vorbei an Abfüllanlagen, riesigen Speichern und Apfelfließband ging es ins beeindruckende Hochregallager um den Prozess vom Pressen über Saften, Abfüllung und Lagern in der Gänze zu erleben.

Anschließend verköstigte uns Sonja im Burkhardt-eigenen Streuobstbiotop mit verschiedensten Saftsorten.

Eine Besichtigung des Wassersturms und leckerer Wurstsalat im gemütlichen Machtolsheimer Vereinsheim rundeten die Veranstaltung ab.

Ein grosses Dankeschön an den Organisator Gerhard Längst, der ein perfektes Programm aufgesetzt hat! Nächstes Jahr wieder!