DING Wanderung 13.04.23

Über geheime Pfade zu verborgenen Schätzen: Insgesamt 12 Albvereins-Wanderer aus dem Grossraum Ulm fanden sich ein zur  Donnerstags-DING Wanderung rund um Seissen. Der Ausgangspunkt dieser Wandertouren wird grundsätzlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht und auch vom Endpunkt der Wanderung wird mit dem ÖPNV  heimgereist. Die Wettergöttin meinte es gut — trotz schlechter Vorhersage blieb es bis auf einen Graupelschauer weitestgehend trocken und die erste Frühlingsblüte mit Küchenschellen, Buschwindröschen, Primeln etc  in den noch unbelaubten Schluchtenwäldern konnte bewundert werden. Anschließend gab es  Kaffee und Kuchen als Belohnung!

 

Streuobst-Ringveranstaltungen am 01.04.23, Auftakt auf der Weidacher Hütte

Grosses Interesse zum Auftakt der Streuobstwiesen Ringveranstaltungen! Insgesamt 68 Teilnehmer überforderten beinahe die Kapazitäten der Weidacher Hütte, aber schlussendlich fanden alle einen Platz. Nach dem Vortrag von Karheinz Glögger (ehemals Untere Naturschutzbehörde, Landratsamt) zu Geschichte, aktueller Situation und  Pflege von Streuobstwiesen stellte Christian Hajduk (Naturschutzwart DBG) die Bedeutung der Streuobstwiesen für den Erhalt der Artenvielvalt dar. Im Anschluss an diese Veranstaltung wurde neben der Weidacher Hütte ein Gedächtnisbaum (Speierling) für den im letzten Jahr verstorbenen Willi Siehler gepflanzt.

Kreuz und quer durch den DonauBlauGau: Etappe 1 von Altheim/Alb nach Bernstadt

Trotz strömenden Regens fanden sich 52 Wanderer für die erste Etappe der Gauwanderungen ein, in zwei Gruppen wurde gewandert:

Die erste Gruppe startete in Altheim /Alb und erreichte über Söglingen, Eisental, Eschental und durchs  Lonetal mit Fohlenhaus, Salzbühlfelsen und Mehlsack nach ca 18 km Bernstadt. Die zweite Gruppe traf sich unter der Autobahnbrücke bei Nerenstetten, stieg dort direkt ins Lonetal ein, traf wie geplant am Fohlenhaus auf die erste Gruppe und kam nach ca 9 km in Bernstadt zur gemeinsamen  Abschlusseinkehr im Waldhorn an.

Der anfangs strömende Regen ließ bald nach, einem mittags aufziehenden Graupelschauer konnte gut überdacht im Fohlenhaus ausgewichen werden und für den Rest des Tages zeigte sich dann Sonne und blauer Himmel.

Danke an  OG Altheim/Alb und OG Bernstadt für die gute Organisation und die tolle Wanderung!

Märzenbecherwanderung zusammen mit OG Berghülen

Nicht weniger als 33 Wanderer starteten zur Märzenbecherwanderung 2023 an der Zehntscheuer in Seissen in Richtung SSO. Traditionsgemäß wird die Märzenbecherwanderung abwechselnd von der OG Berghülen und der OG Seissen geführt — diesmal war Seissen dran. Und so bestand die Gruppe etwa halbe halbe aus Berghülenern und Seissemern mit ein paar Machtolsheimer, Suppinger und NeuUlmer Einsprengseln. Der Himmel bedeckt, der Boden trocken, die Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, also beste Bedingungen für eine frühe Frühjahrswanderung. Am Sportplatz und der Bettelbuche vorbei begann die Tour Richtung Bannwald und Pfefferhaldehütte hinunter auf breitem, kommunikationsfreundlichem Feldweg, was sich nach der Hütte abrupt änderte: der Rabensteig als schmaler Pfad führte die Gruppe im Gänsemarsch nach Westen, das Ratschen verstummte ziemlich schnell und ließ die Stille des Bannwalds sprechen. Vorbei an Efeu (Hedera helix, noch heute gern verwendet als Hustenmittel für Kinder, früher als Laubheu für Viehfutter in mageren Jahren genommen),  mandelblättriger Wolfsmilch (Euphorbium amygdalarum) die nicht nur wegen ihrer Blausäureentwicklung im Magen sehr giftig ist, sondern auch früher als Abtreibungsmittel diente und vielen herrlichen, voll in Blüte stehenden Nießwurzen (Helleborus fötidus), die einst dem Vieh gegen ‚Seuche‘ eingegeben wurden und heute wegen ihrer Digitalisglykoside für potentielle Phytotherapie von der Pharmaindustrie untersucht werden, ging es in stetem bergauf bergab durch den Bannwald. Grüne Moosteppiche, krüppelwüchsige Rotbuchen, steile Felszacken, von Flechten überzogener Kalkschutt und hier und da ein querliegender Baumstamm säumten den Weg durch den Hang- und Schluchtenwald. Fast schon glaubte so manch einer nicht mehr daran — doch kurz vor dem Ende des Anstiegs wurden die Märzenbecherfelder erreicht: die Frühjahrsknotenblume, Leucojum vernum aus der Familie der  Amaryllidaceae, erfreute in grosser Zahl und voller Blüte am steilen Hang das Auge des Wanderers (…und wer es sich nicht merken konnte: es ist das Galantamin als Inhaltsstoff des Märzenbechers, ein Alkaloid das die ersten Frühsymptome der Alzheimererkrankung etwas abmildern kann und von den Ärzten als Tabletten verschrieben wird :-)) Kurz nach diesem herrlichen  Anblick war die Bettelbuche nahe Seissen wieder erreicht, die Gruppe schlängelte sich den letzten steilen Anstieg hinauf  –  der Kreis der Wanderung war geschlossen und das Kuchenbuffet in der Zehntscheuer konnte gestürmt werden. Ein schöner Wandertag!

 

Landschaftspflegeaktion Rauher Burren, Teil 2

Das Wetter war nicht gut angesagt — Schnee lag morgens — und trotzdem versammelten sich 10 Helfer am Rauhen Burren. Aber der Wettergott spielte mit, der Himmel wurde blau, der Schnee schmolz und die OG Seissen rückte mit inzwischen geübten Kräften den verbrannten Wacholdern zu Leibe. Und was da  alles herauskam aus den Wacholderbüschen:  Scherben, zertrümmerte Flaschen, Plastikabfall, Bierdosen — und ein nicht mehr ganz fahrbereites Radel, das schon etliche Jahre auf dem Buckel hat. Am Ende der Aktion türmten sich riesige Häufen aus Wacholdergestrüpp  – und die fleissigen Helfer hatten sich den warmen Leberkäs mit leckeren Salaten  in der Zehntscheuer redlich verdient.

Landschaftspflegeaktion am Rauhen Burren östlich des Falch-Geländes

Nach einem Brand auf der Heidefläche am Rauhen Burren östlich des Falch-Gebäudes und südlich der B28, bei dem etliche Wacholder ganz oder teilweise zerstört wurden, hat der SAV OG Seissen dort eine Pflegeaktion durchgeführt. Um die Fläche wieder mit Schafen beweidbar zu machen, wurden die betroffenen Wacholder möglichst tief über dem Boden abgesägt. Die entnommenen Wacholder werden abtransportiert, um eine Überdüngung des Magerrasens zu vermeiden.

Da die Fläche enorm gross ist, wird die Aktion an weiteren Samstagen in 2023 und voraussichtlich 2024 fortgesetzt werden.

Ein grosser DANK an 9 fleissige Helfer der OG Seissen und an Herrn Stich, der uns in die Arbeiten eingewiesen hat.

Winterwanderung Obermarchtal

Mit der tollen Anzahl von 24 internationalen Teilnehmern (bis von Malaysia, Machtolsheim, Blaubeuren, Berghülen…) startete die OG Seissen bei bedecktem Himmel vom Bahnhof Rechtenstein. Erst  leicht aufwärts bis  Talheim und dann wieder hinab ins Tal war die Lauter bzw der Lauterkanal schnell erreicht. Breite Schleifspuren an den Böschungen zeigten deutlich, dass auch hier der Biber schon angekommen ist. Kurz vor St. Christoph, einem Wasserkraftwerk welches Strom für das Kloster in Untermarchtal erzeugt, stiessen wir auf den scharlachroten Kelchbecherling, einen Grosspilz mit dem Status ‚gefährdet‘ auf der Roten Liste! Vorbei an Höhlen und bizarren Felsformationen ging es im schluchtartigen Tal der  mäandrierenden Lauter bis an die Mündung in die Donau. Von dort konnte dann schon bald der Zielpunkt gesehen werden: die Zwillings-Türme des barocken Obermarchtaler Klosters. Im Gasthof Adler warteten dann nicht nur Kaffee und Kuchen sondern auch eine Gruppe Seissener, die das Wanderziel mit ein paar PS mehr angesteuert hatten.

Jahresauftaktwanderung 2023

Nach unverhofft viel Schneefall am Vortag wurde die geplante Wanderung bei Obermarchtal auf den nächsten Monat verschoben und eine Wanderung durch die tief verschneiten Wälder westlich von Seissen unternommen. 15 Wanderer stapften erst bei Sonne und dann bei tief hängenden Wolken und böigem Nordwind durch den frischen Schnee vom Flinserweg über Burghardtsweiler und Ungerhau wieder zurück nach Seissen. Nach soviel frischer Luft schmeckten Kaffee und der super leckere Kuchen, den wir kurzerhand bei den Bulldockmädlen erworben hatten, einfach nur extrem gut. Ein herzliches Danke an die vielen Teilnehmer!

Rund um den Hohenneuffen am 13.11.22

Bei allerschönstem Spätherbstwetter trafen sich 13 Wanderer pünktlich um 13 Uhr am Backhaus, um in Richtung Hochholzwanderparkplatz bei Erkenbrechtsweiler aufzubrechen. Natürlich waren wir nicht die einzigen Wanderer mit dieser Idee, daher mussten wir dem bereits voll belegten Parkplatz ausweichen und schön brav hintereinander auf einem  Feldweg parken. Beginnend an der Brille, einem Kunstwerk das auf die weite Sicht 350m über dem Unterland hinweisen soll, starteten  wir entlang der Traufkante unter immer noch buntem Blätterdach bei bester Weitsicht über Alb, Unterland und Trauf Richtung Höllenlöcher. Die Höllenlöcher sind bis zu 70m tiefe und bis zu 100 m lange Spalten und Risse in den Jurafelsen direkt an der Hangkante, hier gleiten Gesteinsschollen der Weißjura-Delta-Formation über den weicheren Mergeln der Weißjura-Gamma-Formation langsam zu Tal. Irgendwann werden die talseitig gelegenen Gesteinspakete ins Tal stürzen. Die nächste Station war der Molach, ein kleiner See an der Oberkante des Schlots eines  Vulkanembryos. Dieser  Schlot des  nur im Miozän aktiven Vulkans entstand durch Absacken des Schlotinhaltes wie zB Basalttuff. Vorbei am Startplatz der Gleitschirmflieger auf dem Drachenfels mit toller Aussicht  ging es weiter zur Burg Hohenneuffen, die schon von den Kelten im Oppidum Heidengraben als Aussenposten benutzt wurde. Nach wechselvollen Zeiten als Landesfestung, jahrelang belagerte Burg und auch als Gefängnis wurde die  Burg Hohenneuffen 1948 bei der Dreiländerkonferenz zur Gründungsstätte des Landes Baden Württemberg. Nach Kaffee und Kuchen im Burgcafe und einem Blick auf die Protagonisten der Falken-Flugshow oben auf dem Burgturm ging es in den Sonnenuntergang hinein über die Alte Eiche und den Astropfad zurück zu den Autos.