9 Wanderinnen, 1 Wanderer und 3 Begleithunde machten sich von Seissen auf den Weg nach Merklingen. Linden sind seit jeher die Bäume in Europa, zu denen die Menschen eine sehr innige Beziehung haben. Schon die Germanen, Slawen und Römer sagten ihr Weissagungs- und Heilungskräfte nach. Sie sind Dorfmittelpunkt, kommunikativer Treffpunkt, aber auch Gerichtslinde, Tanzlinde, Hoflinde, Kirchlinde, Freiheitslinde, Friedhofslinde, Dorflinde und so weiter. Die angenommene Ursache dafür ist die Robustheit der Linde: sie hat wenig Anspruch, wächst auf allen Böden, wird ca 40 m hoch und bildet schnell eine dichte, schattenspendende Krone aus, riecht gut und wird bis zu 1000 Jahre alt. Es heisst, sie wächst 300 Jahre, steht 300 Jahre und vergeht 300 Jahre. Der Tee aus Lindenblättern hilft bei Erkältungen, Entzündungen und Schmerzen — sogar das Wort ‚lindern‘ ist von der Linde abgeleitet.
Der Lindenweg in Merklingen führt vorbei an 40 historischen Linden, wovon bei 11 Linden Pflanzjahr und Pflanzperson bekannt sind. Bei schönstem Wetter und herrlicher Frühlingsblütenpracht erwanderten wir in leicht verkürzter Wegvariante diesen schön angelegten Weg und genossen danach auf der Terrasse der AlbErnte Kaffee und Kuchen.







