Auf dem Kalten Feld

Perfektes Herbstwetter, perfekte Herbstfärbung und damit perfekte Stimmung. 7 Wanderer machten sich von Seißen auf zur Ostalb. Von Nenningen über den Heldenberg, vorbei an der Reiterleskapelle mit seiner uralten, wunderschönen und erst neulich kontrollierten Sommerlinde hinauf zur verdienten Brotzeit auf das Franz Keller Haus. Hier gings dann weiter über Knörzer Haus zur Skisprungschanze, steil hinauf zum Galgenberg und einem einsamen einzelnen mehrblütigen Herbstenzian. Dann wieder hinab ins Christental zum Parkplatz. Und eine neue Serie mit Ernst wurde auch geschossen! Schön wars, Danke an alle Mitwanderer.

Bergwanderung Krinnenspitze

Am Sonntag wurde von  7 Wanderern die Krinnenspitze bestiegen. Los ging es um 7.30 Uhr am Güterbahnhof in Blaubeuren.
Der Aufstieg begann am Parkplatz am Haldensee, über einen Forstweg und anschließend auf schmalem Bergsteig ging es an der Nesselwängle Edenalpe vorbei auf den Gipfel, der nach 2.30 Std. erreicht wurde. Bei schönstem Spätsommerwetter war die Fernsicht hervorragend. Nach ausgiebiger Rast ging es über den Alpenrosensteig hinunter zur Nesselwängle Edenalpe und nach kurzer Einkehr wieder zurück zum Parkplatz. In der Moorhütte fand die schöne Bergwanderung ihren Ausklang.

Wasserwanderung rund um Seißen

Warum gibt es oben auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb so wenige Hülen und Bäche, obwohl  – bis auf dieses Jahr – eher reichlich Regen fällt? Dieser Frage gingen 42 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem gesamten Alb-Donau-Kreis bei einer  Wanderung unter dem Jahresmotto  Wasser des Donau-Blau-Gaus rund um Seißen nach.
Bei bestem Wanderwetter führte der Weg zu verschiedenen Wasserstellen und Hülen in und rund um Seißen. Dabei wurde schnell deutlich, warum Wasser auf der Schwäbischen Alb schon immer etwas Besonderes war. Der Jurakalk ist von zahlreichen Rissen und Spalten durchzogen. Regenwasser versickert deshalb rasch im Untergrund und fließt unterirdisch weiter. Oberirdische Bäche und natürliche Wasserstellen sind auf der Albhochfläche entsprechend selten.
Besonders interessant war der Blick in die Erdgeschichte. Auf dem Jurakalk und unter dem Humus finden sich rund um Seißen stellenweise Ablagerungen der Unteren Süßwassermolasse. Sie entstanden Millionen Jahre nach dem Jurameer, als sich hier Seen und Flüsse befanden. Die wasserundurchlässigeren Mergel- und Tonschichten können Wasser stauen und bilden damit örtlich kleine Wasserspeicher. Diese besonderen geologischen Verhältnisse waren eine wichtige Voraussetzung für die Entstehung der Hülenlandschaft rund um Seißen.
Die Wandergruppe erfuhr, welche große Bedeutung die Hülen früher für die Bevölkerung hatten. Sie dienten vor allem als Viehtränken, aber auch als Löschwasserreservoir und in Notzeiten als Wasserreserve für die Menschen. Eine Kuh kann an einem warmen Tag immerhin rund 60 bis 80 Liter Wasser benötigen – bei einer größeren Viehherde kam so täglich eine beträchtliche Wassermenge zusammen. Die Hülen waren damit für die Landwirtschaft überlebenswichtig.
Heute hat sich ihre Bedeutung gewandelt. Die schönen Wald- und Feldhülen sind wertvolle Kleingewässer und wichtige Lebensräume für Amphibien, Libellen und zahlreiche andere Tiere. Gerade in einer Landschaft mit wenigen natürlichen Gewässern sind sie kleine Wasserinseln für die Tierwelt.
Weitere Stationen der Wanderung waren der Dorfbrunnen und das Reservoir. Am Reservoir wurde anschaulich erklärt, wie sich mit der Albwasserversorgung die Wasserversorgung der Menschen grundlegend veränderte. Das Wasser wurde nicht mehr mühsam aus Hülen und Brunnen geholt, sondern über Leitungen in die Häuser gebracht. Das Reservoir sorgte dabei für Wasserspeicherung und den notwendigen Druck im Leitungsnetz. Die Teilnehmer konnten so nachvollziehen, welch enorme Erleichterung die moderne Wasserversorgung für die Menschen auf der Alb bedeutete.
Neben den vielen interessanten Informationen kam aber auch das gesellige Miteinander nicht zu kurz. Die Teilnehmer aus   verschiedensten Ortsgruppen des Donau-Blau-Gaus nutzten die Wanderung ausgiebig zum gegenseitigen Kennenlernen und Austauschen. Die Stimmung war von Anfang bis Ende hervorragend, und alle waren sich einig: Eine solche Wanderung verbindet Naturerlebnis, Heimatgeschichte und Geselligkeit auf besondere Weise.
Den gelungenen Abschluss bildete die gemeinsame Einkehr im Jägerstüble. Bei einem guten Essen und angeregten Gesprächen ließ die Gruppe den Wandertag gemütlich ausklingen. Das Fazit fiel entsprechend eindeutig aus: Die Wasserwanderung war ein voller Erfolg – und im nächsten Jahr soll es wieder eine geben.

Breitenstein und Auchtert

Auf den Spuren von Eduard Mörike wandelten 10 Teilnehmer der Mittwochswanderung! Genau passend an diesem herrlichen Spätaugusttag war das Gedicht Septembermorgen von Eduard Mörike:

Im Nebel ruhet noch die Welt,
noch träumen Wald und Wiesen:
bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
den blauen Himmel unverstellt,
herbstkräftig die gedämpfte Welt
in warmem Golde fließen.

— Eduard Mörike, 1827

Von Ochsenwang über Breitenstein und Auchtert führte bei herrlicher Weitsicht ins Unterland die kurze, aber schöne Wanderung zurück an den Ausgangspunkt. Eine Einkehr in Feldstetten zu Kaffee und Kuchen rundete die lyrische Mittwochswanderung ab.

 

90 Jahre Albverein Seißen – Bänkleswanderung mit Herz und Geschichte

Mit einer stimmungsvollen Bänkleswanderung zu vier neu gestifteten Sitzbänken feierte der Albverein Seißen am Wochenende sein 90‑jähriges Bestehen. Rund 35 Wanderfreunde aus Seißen, Asch, Blaubeuren und Gerhausen folgten der Einladung und erlebten einen Nachmittag voller Natur, Gemeinschaft und Erinnerungen.
Ortsvorsteher Jochen Betz eröffnete die Wanderung mit einer herzlichen Ansprache: Die Bänke seien ein Geschenk an die Dorfgemeinschaft und eine Einladung, die Landschaft rund um Seißen bewusst zu genießen.
An den vier Stationen erzählte der Albverein von seiner bewegten Geschichte – von der Gründung 1936 , über die Naturschutzarbeit an Schinderhüle und Rauhem Burren, bis hin zu den Wanderaktivitäten und Wegearbeiten, die bis heute das Vereinsleben prägen. Auch der Wandel vom klassischen Wanderverein zum modernen Natur‑ und Landschaftsschutzverein wurde deutlich.
Zum Abschluss lud der Verein alle Teilnehmer zu  Kaffee und Kuchen in die Zehntscheuer ein – als Dankeschön für die langjährige Verbundenheit und das gemeinsame Engagement für Natur und Heimat.

Am Beutenley – Dreifelderwirtschaft, Hutewald und Wacholderheide

Die Eisheiligen machten ihrem Namen alle Ehre, aber das kann einen Seißemer nicht schrecken. Zu 8 wurden Arboretum, Hutewald, Wacholderheide bei bissigem Wind und jagenden Wolken durchwandert, weite Blicke in die Kuppenalb genossen und ein bißchen über Dreiländerwirtschaft, Fruchtwechselwirtschaft und die Agrarrevolution gelernt. Der schöne Nachmittag wurde bei lecker Kaffee und Kuchen in Münsingen beendet.

Wanderung auf dem Löwenpfad – Wasserbergrunde

Bei zunächst unsicherem Wetter starteten in Hausen an der Fils 7 Teilnehmer zur Wanderung auf dem Löwenpfad „Wasserbergrunde“ Vom Parkplatz weg ging es durch Wiesen und Wald leicht ansteigend hinauf zum Hexensattel und von dort weiter durch eine steile Wachholderheide auf den Haarberg. Trotz der schönen Aussicht war die Pause aufgrund des Windes nur kurz. Weiter ging es durch Wald und Wiesen vorbei an der Wettereiche zum steilen Abstieg über eine Heidefläche hinunter nach Unterböhringen. Auf dem Halbhöhenweg wanderten wir zurück zum Ausgangspunkt. Der Verlust beider Gummisohlen eines Mitwanderers sowie der kurze Regenschauer konnte die gute Stimmung nicht verderben. Beendet wurde die Wanderung bei Kaffee und Kuchen.

Danke an den Wanderführer und Fotografen Ernst Duckeck!

Märzenbecherwanderung mit OG Berghülen

Der Katzensteig zwischen Sonderbuch und Wippingen war das Ziel der gemeinsamen Märzenbecherwanderung beider Ortsgruppen. 26 WanderInnen, geführt von Wanderführer Heinz Frank, machten sich bei etwas durchwachsenem Wetter auf den Weg. Der erste Stopp waren die Schlammteiche der ehemaligen Firma Kali-Chemie, deren interessante und bewegte Geschichte von Heinz sehr gut dargestellt wurde. Ein gutes Beispiel, wie aus vormals bodenverbrauchender industrieller Nutzung am Ende ein bedeutendes Biotop für alle möglichen Amphibienarten entstehen kann.

Nach dem weiten Blick Richtung Osten vom Grenzzaun des Steinbruchs ging es hinab zu den zahlreichen Märzenbechern im Katzental — auch der scharlachrote Kelchbecherling war mit einigen Prachtexemplaren zu finden. Nach einem kurzen Abstecher zum Nägelesfels mit Tiefblick ins Blautaul ging es zurück zum Parkplatz und anschließend zur Einkehr in Schützenhaus Berghülen.

Ein herzliches Dankeschön an den Wanderführer Heinz, der extra seinen Urlaub für diese Tour abgebrochen hat!

Winterwanderung über den Nattenbuch

11 wetterfeste Wanderer nahmen auf der Kuppenalb bei Feldstetten den Nattenbuch unter die Wanderschuhe. In leichtem Auf und Ab ging es vorbei an der  Nattenbuchhüle zum Piz Enna und von dort nach Südwesten zur Schönstatt-Kapelle. Ab hier führte der Weg wieder zurück nach Norden auf den Hermannsbühl, wo schon Glühwein und Berliner an der wunderbar gelegenen Grillhütte der OG Ennabeuren warteten. Die restlichen Kilometer zum Wanderparkplatz liessen etwaige Alkoholreste vom Glühwein schnell verfliegen.

Landschaftspflege am Schaftrieb 2026

8 fleissige Helfer fanden sich morgens Vor dem Buch zur diesjährigen Landschaftspflegeaktion ein. Der Schaftrieb östlich von Wennenden verengt sich über die Jahre durch dein EInwuchs von Schlehe und Hartriegel dermassen stark, dass die Schafe mit ihren Lämmern nicht mehr sicher ziehen können. Daher muss regelmässig die Triebstrecke durch Rückschnitt verbreitert werden. Wie immer machte das Wetter mit, erst zum Ende der Aktion setzte Regen ein und da schmeckte dann die Vesper doppelt so gut.